Edelmetallsparpläne der Sutor Bank

Wie wirtschaftlich sinnvoll der Erwerb physischen Edelmetalls im Rahmen eines Sparplans ist, muss jeder Verbraucher für sich beurteilen. Bei den Sparplänen der Sutor Bank fallen für die Vermittlung eines solchen Sparplans durch ein externes Unternehmen verhältnismäßig hohe Abschlusskosten von 6,5 % der Vertragssumme zuzüglich zweier Monatsbeiträge an. Aus der Tatsache, dass sich die Abschlusskosten und damit die Vergütung des Vermittlers vor Ort prozentual aus der Gesamtvertragssumme errechnen, scheint sich die Neigung vieler Vermittler zu erklären, Kapitalanlegern zu sehr langen Laufzeiten von zum Teil mehr als 30 Jahren zu raten. Zwar sind solche Sparpläne („Sutor Edelmetalldepot“) jederzeit durch Kündigung zu beenden. Ausbezahlt werden dann, insbesondere bei Kündigung in den ersten Jahren, nur niedrige Beträge. Dies deshalb, weil aus den monatlichen Ratenzahlungen der Anleger zunächst die Abschlusskosten getilgt werden. Den „Vertragsbedingungen für Edelmetallsparpläne“ zufolge werden die Beiträge zunächst zu 80 % zur Begleichung der Vertriebskosten verwandt.

 

Unseres Erachtens dürfte aber dann, wenn die Edelmetallsparpläne in Haustürsituationen gezeichnet worden waren, ein Anspruch des Kapitalanlegers auf vollständige Rückzahlung aller geleisteten Monatsbeiträge bestehen. Denn jedenfalls in den Antragsformularen der Sutor Bank, wie sie im Jahre 2010 verwandt worden waren, wurden unzureichende und sich widersprechende Widerrufsbelehrungen erteilt. Um hier letztlich verbindliche Auskünfte erteilen zu können, müssen jedoch die konkret gezeichneten Anträge geprüft werden.

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